FRAMEWORK
In einer Welt, die sich ständig verändert, braucht es mehr als Methoden. Es braucht ein Framework, das versteht, wie die Digitale Gesellschaft agiert, Menschen handeln – und Organisationen wirksam bleiben.
Die Architektur zukunftsfähiger Organisationen
Von der inneren Haltung bis zur äußeren Wirkung: Das TRIB3S Framework denkt Organisationen als lebendige Systeme, die von Sinn getragen, durch Strukturen gestützt und durch Resonanz nach außen wirken.
Der innere Kern – Human Values, Purpose und Kultur. Im Zentrum stehen die Menschen der Organisation. Ihre geteilten Human Values lassen Purpose und Kultur emergent entstehen – als tragfähiges Fundament für alle weiteren Elemente.
Die Organisationsstruktur – abgeleitet aus Human Values, Purpose und Kultur. Sie übersetzt das innere Selbstverständnis der Organisation in klare Rollen, Entscheidungswege und Kooperationsformen – als tragendes Gerüst für wirksames Handeln.
Die Brand – Erlebnis nach aussen. Die Brand übersetzt die inneren Prinzipien in Identität, Angebot und Kommunikation. Sie bildet die Verbindung zwischen Organisation und Umwelt – und schafft Resonanz mit relevanten Zielgruppen und der Gesellschaft.
Die Umgebung – Spiegel und Resonanzraum. Jede Organisation wirkt in einem spezifischen Resonanzfeld aus gesellschaftlichen, kulturellen und marktspezifischen Impulsen. Dieses Umfeld beeinflusst Entscheidungen – und wird zugleich durch die Organisation selbst strukturiert.
Der Workflow – strategisches Arbeiten im Zyklus. Der Workflow strukturiert strategisches Arbeiten in sechs aufeinander abgestimmten Phasen. Er macht es möglich, auf Veränderungen systematisch zu reagieren und alle Ebenen der Organisation adaptiv weiterzuentwickeln.
Rooted in Computational Science
Das TRIB3S Framework nutzt die Prinzipien der Computational Science, um die strategischen Fähigkeiten von Organisationen grundlegend neu zu denken.
Die digitale Gesellschaft ist ein komplexes, dynamisches System – geprägt von Netzwerken, Wechselwirkungen und emergenten Mustern. Inspiriert von der Computational Science übersetzt das TRIB3S Framework Systemdynamiken in strategisch nutzbare Strukturen. So entstehen neue Perspektiven, um Organisationen nicht linear zu planen – sondern adaptiv, wirkungsorientiert und zukunftsfähig zu gestalten.
Visualisierung: Zellulärer Automat (Rule 30) aus A New Kind of Science von Stephen Wolfram – ein Beispiel dafür, wie aus einfachen Regeln überraschende Komplexität entsteht.
Human Centered Design 2.0
Das TRIB3S Framework verankert menschliche Werte im Systemdesign. Sie durchdringen Struktur, Marke und Angebot – und machen Organisationen wirksam in komplexen, wandelnden Umfeldern.
Das Shalom Schwartz Modell der
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Basic Human Values
Human Values bilden das Fundament unseres gesellschaftlichen Handelns. Im TRIB3S Framework werden sie zur Grundlage organisationaler Identität: Der kollektive Wertekern macht sichtbar, wofür eine Organisation steht und wie sie handelt. Purpose und Kultur sind Ausdruck des kollektiven Wertekerns und entwickeln sich aus ihm auf emergente Weise.
Die Basic Human Values nach Shalom Schwartz bilden ein wissenschaftlich fundiertes Modell universeller Wertemuster. Sie zeigen, welche grundlegenden Orientierungen menschliches Denken, Fühlen und Handeln bestimmen – unabhängig von Kultur oder Kontext.
Alle Organisationsformen sind denkbar – von klassischen Hierarchien über dezentrale Modelle wie Holacracy oder Sociocracy bis hin zu autonomen, netzwerkbasierten Strukturen wie DAOs. Entscheidend ist nicht das Modell, sondern die innere Basis: geteilte Human Values, ein gemeinsamer Purpose und eine gelebte Kultur. Aus dieser entsteht jene Struktur, die wirklich passt – effizient, anpassungsfähig und sinnorientiert.
Der Brand-Circle bildet im TRIB3S Framework das sichtbare Wirkungsfeld einer Organisation. Er umfasst vier miteinander verknüpfte Segmente: Business Model, Brand Identity, Brand Personality und Brand Story. Gemeinsam machen sie sichtbar, wie eine Organisation handelt, kommuniziert und wahrgenommen wird. Der innere Kern wird so in konkrete Wirkung übersetzt – und schafft eine konsistente, anschlussfähige Präsenz in einer dynamischen, digitalen Welt.
Das Business Model ist Teil des Brand-Circle. Denn wie eine Organisation wirtschaftet – welche Leistungen sie für wen und unter welchen Bedingungen erbringt – prägt unmittelbar ihre Identität. Jedes Angebot vermittelt, wofür die Organisation steht und was ihr wichtig ist. So wird das Geschäftsmodell nicht nur zur Grundlage der Wertschöpfung, sondern auch zum Ausdruck von Haltung, Kultur und strategischer Positionierung – und damit zu einem zentralen Bestandteil der Markenwirkung.
Marken entstehen im ständigen Austausch mit ihrer Umwelt. Gesellschaftliche Dynamiken, technologische Entwicklungen und die Erwartungen digitaler Communities beeinflussen fortlaufend, wie Organisationen wahrgenommen werden – und wie sie sich selbst weiterentwickeln. Der Brand-Circle reagiert auf diese Veränderungen: Er spiegelt Trends, verschiebt Anschlussfähigkeit und fordert neue Antworten auf neue Kontexte. So bleibt Marke nicht statisch, sondern wird zu einem lebendigen Spannungsfeld zwischen innerer Klarheit und äußerer Relevanz.
Wenn die Human Values einer Organisation klar erkennbar und spürbar sind, entsteht Identifikation. Menschen, die diese Werte teilen, verstehen intuitiv, wofür die Organisation steht – und können sich mit ihr verbinden. Das stärkt Zugehörigkeit, Vertrauen und langfristige Bindung – innerhalb wie außerhalb der Organisation.
Gleichzeitig wird sichtbar, mit welchen Communities, Netzwerken oder Märkten echte Interaktion möglich ist. Der sogenannte Permission Space entsteht dort, wo gemeinsame Werte eine glaubwürdige Grundlage für Austausch schaffen. So kann die Organisation gezielt Beziehungen aufbauen, die kulturell anschlussfähig und strategisch sinnvoll sind.
Kontext im komplexen System
Die Organisation steht in einer ständigen Wechselwirkung zwischen ihrem inneren Kern und dem äusseren Umfeld – einem hochdynamischen System, in dem neue Trends, Themen, Bewegungen und Communitys schnell entstehen und ebenso rasch wieder verschwinden können. Die Context Map visualisiert dieses Umfeld mit all seinen Elementen sowie deren Wechselwirkungen untereinander und mit der Organisation – stets im Bewusstsein, dass sich dieser Zustand jederzeit verändern kann. So lassen sich strategische Handlungsfelder agil identifizieren, Chancen erkennen und gezielt nutzen.
Der Workflow für Agilität und Empathie
Der Workflow des TRIB3S Frameworks funktioniert wie ein feinfühliges Steuerungsorgan: Er beobachtet, analysiert und begleitet kontinuierlich alle inneren und äusseren Elemente der Organisation – und erkennt frühzeitig neue Dynamiken. So entsteht eine agile Organisation, die nicht nur auf Veränderungen reagiert, sondern ihnen vorausschauend begegnet.
Das Konzept der Spannungen
Im Zentrum des Workflows steht das Prinzip der Spannung: Jede Veränderung – ob im Umfeld oder im Inneren – kann als Problem oder Chance wirksam werden. Der Workflow analysiert, wie sich neue Dynamiken durch das Framework bewegen, und identifiziert gezielt, wo Handlungsbedarf entsteht – damit Entwicklungen nicht übersehen, sondern frühzeitig gestaltet werden können.
Iterativer Prozess
Jede identifizierte Spannung durchläuft einen klaren Prozess: Sie wird aufgenommen, bearbeitet, getestet – und bei Bedarf weiterentwickelt. Teams arbeiten dezentral an Lösungen, deren Wirkung überprüft und verfeinert wird. So entsteht kontinuierliche Verbesserung im echten Dialog mit der Realität.
Empathische Beobachtung
Der Workflow beginnt nicht mit Aktion, sondern mit Achtsamkeit: Jede Ebene der Organisation wird kontinuierlich beobachtet – strukturiert, aber empathisch. Nur wenn eine Veränderung relevant ist, wird eine Reaktion eingeleitet. Diese Logik schützt vor Aktionismus – und stärkt die Qualität der Entscheidungen.
Dezentrale Intelligenz
Unabhängig von der Grundstruktur der Organisation wird der Workflow dezentral initiiert: Beobachtung und Handlung starten dort, wo Veränderung sichtbar wird. Je mehr Mitglieder aktiv wahrnehmen und teilen, desto schneller entsteht Klarheit – und notwendige Maßnahmen erreichen gezielt die richtigen Stellen.
Schritt 1: Beobachtung
Jede Instanz im Workflow beginnt mit der systematischen Beobachtung. Spannungen – also Chancen oder Probleme – zeigen sich dort, wo sich Veränderungen zwischen Kreisen oder Segmenten ergeben. Diese Beobachtung ist in der gesamten Organisation verankert und bildet die Grundlage für den nächsten Schritt: die bewusste Entscheidung, ob ein Handlungsbedarf vorliegt.
Schritt 2: Ideenfindung
Wird eine Spannung als relevant erkannt, startet die Ideenfindung. Ziel ist es, passende Lösungsansätze zu entwickeln – abhängig von der Art der Spannung: Optimierung, Innovation oder Transformation. Dabei wird definiert, welches Wissen und welche Kompetenzen benötigt werden – und wer am Prozess beteiligt sein muss.
Schritt 3: Formulierung
Ausgewählte Lösungen werden konkret ausgearbeitet: dokumentiert, erklärt und auf ihre Auswirkungen hin beschrieben. Gleichzeitig wird entschieden, ob und wie sie umgesetzt werden soll – ein zentraler Entscheidungspunkt im Workflow. Wird die Lösung abgelehnt, kehrt der Prozess zur Ideenfindung zurück.
Schritt 4: Umsetzung
Die genehmigte Lösung wird in die Praxis überführt. Teams und Rollen werden definiert oder angepasst, Abläufe organisiert – ggf. auch mit agilen Methoden wie Scrum oder Design Thinking. Die Umsetzung gilt erst als abgeschlossen, wenn die Lösung vollständig realisiert und in den jeweiligen Kontext distribuiert wurde.
Schritt 5: Synthese
Nach der Umsetzung wird gezielt gemessen, welche Effekte die Lösung auf die Organisation hatte – insbesondere auf die einzelnen Kreise und ihre Wechselwirkungen. Die Synthese ist ein fokussierter Beobachtungsprozess, der neue Spannungen sichtbar machen kann.
Schritt 6: Evaluierung
Die gesammelten Daten werden ausgewertet: War die Lösung wirksam? Wo entstanden neue Dynamiken? Daraus ergeben sich drei Optionen: Abschluss des Workflows, Anpassung der bestehenden Lösung – oder vollständiger Neustart mit einer alternativen Idee.
Kollaborative Tools für den Workflow
Um die Arbeit im Workflow gezielt zu unterstützen, stellt das TRIB3S Framework eine Reihe strategischer Tools bereit. Neben der Context Map stehen zwei zentrale Werkzeuge zur Verfügung: das Community Value Model zur Identifikation und Verhaltensanalyse relevanter Communities – und die Experience Map zur konzeptionellen Planung und Bewertung von Ideen entlang realer User Journeys. So wird aus Analyse Handlung – und aus Handlung Wirkung.
Experience Map
Produkte, Kommunikation und Services entstehen im TRIB3S Framework aus der aktiven Interaktion mit dem Umfeld – entlang der Brand Story, Personality und Identity. Die Experience Map macht genau diese Interaktionen sichtbar: Sie stellt User Journeys, Touchpoints und Erlebnisse zwischen Organisation und Umfeld ins Zentrum – und hilft, Angebote wirkungsvoll zu planen, zu analysieren und zu verbessern.
Community Value Model
Digitale Communities verändern sich schnell – getrieben von Werten, Themen und Trends. Um diese Dynamik zu verstehen, nutzt das TRIB3S Framework das Community Value Model. Es basiert auf dem Basic Human Value Modell von Shalom Schwartz und übersetzt es in strategisch nutzbare Verhaltensmuster digitaler Gruppen. So lassen sich Chancen, Risiken und Zukunftsszenarien frühzeitig erkennen – und gezielt gestalten.
Dynamic Network Organisation
Die Dynamische Netzwerk Organisation ist mehr als eine Vision – sie ist die konsequente Weiterentwicklung des TRIB3S Frameworks. Weil TRIB3S Organisationen vom Menschen aus denkt – mit ihren Werten, ihrer Kultur und ihrem Sinn – entsteht eine Struktur, die offen, anpassungsfähig und vernetzt ist. Genau diese Offenheit macht es möglich, KI-Modelle, Agenten und digitale Systeme sinnvoll zu integrieren. So wird die Organisation selbst zu einem lernenden Netzwerk – lebendig, dynamisch und bereit für die Zukunft.
Warum TRIB3S?
Was unterscheidet das TRIB3S Framework von anderen Modellen?
TRIB3S verbindet systemisches Denken mit konkreter Anwendbarkeit. Es beginnt beim Menschen – mit Werten, Kultur und Sinn – und überträgt diese konsequent in Struktur, Marke und Angebot. Es ist kein starres Modell, sondern ein lebendiges Steuerungsinstrument für komplexe Umfelder.
Für wen ist TRIB3S gemacht?
Für Organisationen, die sich in einer vernetzten, digitalen Gesellschaft strategisch positionieren wollen – egal ob NGO, Unternehmen oder Netzwerk. Für Teams, die Wandel nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen. Und für Entscheider:innen, die Struktur, Kultur und Relevanz zusammendenken.
Braucht es dafür eine komplette Transformation?
Nein. TRIB3S ist modular einsetzbar – vom Einstieg mit der Context Map bis hin zur vollständigen Integration als Framework für strategische Entwicklung. Du bestimmst, wie tief du einsteigen willst. Aber jedes Modul schafft Orientierung und Wirkung.
Warum ist TRIB3S gerade jetzt relevant?
Die digitale Gesellschaft verändert, wie Organisationen wirken, kommunizieren und entscheiden. TRIB3S wurde genau für diese Realität entwickelt: vernetzt, dynamisch, wertebasiert. Es bietet einen strategischen Bezugsrahmen, der Wandel nicht nur begleitet – sondern gestaltbar macht.
Was entsteht durch die Anwendung von TRIB3S?
Klarheit in der Ausrichtung, Konsistenz in der Kommunikation, Relevanz im Markt. TRIB3S schafft Strukturen, die Sinn stiften, Orientierung geben und Organisationen befähigen, dauerhaft handlungsfähig zu bleiben – auch unter dynamischen Bedingungen.
Lassen Sie uns
gemeinsam starten
In der vernetzten Welt bedeutet Erfolg, Veränderungen aktiv zu gestalten. Teilen Sie uns Ihre Ziele mit – gemeinsam schaffen wir innovative Lösungen.