Zürich, 1. Juli 2026 – TRIB3S, hervorgegangen aus dem Schweizer Social-Media-Pionier SMLY, lanciert mit soulOS® und dem zugrunde liegenden soul Framework ein neues Angebot für das KI-Zeitalter. soulOS übersetzt die Identität einer Organisation, ihre soul, in eine operative Intelligenzschicht. Damit handeln KI-Agenten autonom, aber stets im Kontext der Organisation. TRIB3S begleitet Unternehmen auf dem gesamten Weg dorthin, von der strategischen Standortbestimmung bis zur technologischen Umsetzung.

Mit der zunehmenden Verbreitung autonomer KI-Agenten stellt sich für Organisationen eine neue Frage: Woher wissen diese Systeme, wofür ein Unternehmen in seiner Gesamtheit steht, wenn sie eigenständig kommunizieren und entscheiden? soulOS beantwortet das, indem es Identität und Kontext einer Organisation maschinenlesbar macht und als gemeinsame Grundlage über alle Prozesse legt. Mensch und KI handeln so aus demselben Kern, inklusive eines «Human Gate», das die menschliche Kontrolle an den entscheidenden Stellen sichert.

Das Ergebnis einer 15-jährigen Entwicklung

soulOS ist das Resultat von 15 Jahren strategischer und operativer Begleitung grosser Organisationen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft. Als eine der ersten Social-Media-Agenturen der Schweiz, damals unter dem Namen SMLY, realisierte das Team Kampagnen für Marken wie die Schweizerische Post, SWISS, Coop und Schweiz Tourismus. Früh wurde dabei deutlich, dass die Digitale Gesellschaft die Spielregeln von Kommunikation und Organisation grundlegend verändert. Aus dieser Erkenntnis entstand ein Framework, das in der Zusammenarbeit mit Kunden kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Sein Herzstück bildeten Tools und Prozesse, die in einer komplexen Welt Kontext schaffen.

Mit den Entwicklungen der letzten Monate im Bereich der Künstlichen Intelligenz liess sich dieses Wissen erstmals in technologische Anwendungen überführen: Prozesse und Tools werden zur operativen Intelligenzschicht, die nicht mehr nur dem Menschen, sondern auch der KI den Kontext gibt, den sie braucht, um in einem komplexen Umfeld die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Resultat ist soulOS.

Eine eigene Theorie als Fundament

Hinter dem Framework steht eine eigenständige Theorie von Marc Leuzinger und Sarah Nünlist, ausgearbeitet in einem populärwissenschaftlichen Werk. Sie knüpft an das Verständnis von Niklas Luhmann an, für den eine Gesellschaft nicht aus Menschen oder Institutionen besteht, sondern aus Kommunikation. Auf dieser Grundlage beschreibt sie die Digitale Gesellschaft als generatives System im Sinne von Stephen Wolfram, das fortlaufend neue Muster hervorbringt: Themen, Realitäten und Diskurse, die dynamisch entstehen und kaum vorhersehbar sind.

Für Organisationen ergibt das einen ungewohnten Blickwinkel: Eine Organisation ist weniger ein festes Gebilde als eine lebendige Struktur in einem generativen System, die sich aus ihrer Kommunikation und ihren Entscheidungen fortlaufend selbst hervorbringt. Ihre Identität, die soul, ist damit das für jede Organisation einzigartige Ergebnis emergenter Relationen zwischen inneren und äusseren Elementen wie Kultur, Führung, Angebot oder Trends. Die Eigenheit des soul Frameworks liegt in der Art, wie es diese Elemente und Relationen ordnet und die Organisation als Teil der Gesellschaft begreift.

«Identität ist in diesem Verständnis nichts Künstliches, das einer Organisation übergestülpt wird, sondern die Emergenz aus allem, was ihre Mitarbeitenden Tag für Tag tun. Jedes Gespräch, jede Handlung, jede Entscheidung erzeugt in der Digitalen Gesellschaft Resonanz, die auf die Identität der Organisation zurückwirkt», sagt Sarah Nünlist.

Hier setzt soulOS an. Es macht diese lebendige Identität für Mensch und Maschine zugänglich: KI-Agenten lesen sie als Kontext und richten ihr Handeln daran aus. Umgekehrt wird Künstliche Intelligenz in Zukunft helfen, die unzähligen täglichen Handlungen von Mensch und KI in einer Organisation zu bündeln und auf diesen Kern zurückzuspiegeln. So entwickelt sich die soul ständig mit dem System weiter und bleibt sich dabei doch treu. Das macht sie zum Navigator, an dem sich Entscheidungen ausrichten, auch wenn sich das Umfeld ständig verschiebt.

«Die meisten Organisationen fragen heute, welche KI-Werkzeuge sie einführen sollen. Die wichtigere Frage ist, woran sich diese KI orientiert, woher sie ihr Wissen holt und wie es aktuell bleibt», sagt Marc Leuzinger. «soulOS gibt Künstlicher Intelligenz Zugang zu dem, was eine Organisation ausmacht, damit sie nicht irgendetwas automatisiert, sondern das Richtige.»

Darin liegt die Vision: Künstliche Intelligenz nicht bloss als Werkzeug für einzelne Aufgaben zu nutzen, sondern als Kraft, die hilft, das Gesamtbild einer Organisation laufend zu schärfen und für die Zukunft zu rüsten. Die Digitale Gesellschaft, die fortlaufend neue Themen, Realitäten und Diskurse erzeugt, übersteigt das, was Menschen allein überblicken können. KI kann diese Dynamiken womöglich besser lesen als wir und kann Organisationen helfen, sich darin zu bewegen.

TRIB3S geht diesen Weg Schritt für Schritt mit den Organisationen, vom Leadership-Coaching bis zur organisatorischen Vorbereitung auf den Einsatz von KI. Weitere Informationen unter trib3s.com.

Über TRIB3S

TRIB3S (gesprochen «Tribes») ist ein Schweizer Beratungsunternehmen, das Führungspersönlichkeiten, Unternehmen und Non-Profit-Organisationen seit über 15 Jahren auf ihrem Weg in die digitale Zukunft begleitet. Hervorgegangen aus der 2010 gegründeten Social-Media-Agentur SMLY, verbindet TRIB3S eine eigenständige Theorie der Digitalen Gesellschaft mit langjähriger Umsetzungserfahrung und technologischer Tiefe. Als Spin-off von SMLY entstand zudem contentfry, eine international tätige SaaS-Plattform für Social Media Walls.

Hintergrund

Die Geschichte von TRIB3S und die Entwicklung des Frameworks

Gegründet 2010 als eine der ersten Social-Media-Agenturen der Schweiz, begleitete SMLY Unternehmen in den Anfängen des digitalen Dialogs, mit Kampagnen, die früh über reine Reichweite hinausdachten. Projekte wie «Ferien ohne Internet» für Schweiz Tourismus, «SOS Albula» für die Schweizerische Post oder die Weihnachtstradition #LXmas für SWISS standen für eine neue Art, Marken und Communities zu verbinden.

In diesen Jahren entstand ein tiefes Verständnis dafür, wie digitale Öffentlichkeiten funktionieren. Aus zeitlich begrenzten Kampagnen wurde strategisches, transmediales Storytelling, mit einem starken Kern aus Brand Story und einem agilen Workflow für die Content-Erstellung. 2018 verdichtete sich dieses Vorgehen zur ersten Version eines Frameworks: einer methodischen Grundlage für integrierte, flexible und kontextbezogene Kommunikation.

In seiner Anwendung entwickelte sich das Framework weiter: Bei der Schweizerischen Post wurde es zur Grundlage einer umfassenden Transformation der Marketing- und Kommunikationsorganisation, bei der Heilsarmee kam es für die eigene In-House Agency zur Anwendung. Damit verschob sich der Fokus zunehmend von der Kommunikation hin zu Strategie und Organisationsentwicklung.

2024 wurde aus SMLY TRIB3S, Ausdruck der Entwicklung von der Social-Media-Agentur zum strategischen Beratungsunternehmen an der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Organisation. Im selben Zeitraum entstand eine eigenständige Theorie zur Digitalen Gesellschaft, die unmittelbar in die Arbeit einfloss. Mit soulOS bringt TRIB3S dieses über 15 Jahre gewachsene Wissen schliesslich als operative Kraft ins Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

Weitere Informationen zur Geschichte von TRIB3S: trib3s.com/de/ueber-uns.

Die Theorie zur Digitalen Gesellschaft

Den theoretischen Boden bildet eine eigenständige Theorie zur Digitalen Gesellschaft von Marc Leuzinger und Sarah Nünlist. Sie knüpft an Niklas Luhmanns Verständnis der Gesellschaft an und verbindet es mit Stephen Wolframs Forschung zu generativen Systemen und Shalom Schwartz' Modell menschlicher Grundwerte zu einem neuen Modell der Gesellschaft. Ausgearbeitet ist die Theorie in einem umfangreichen, populärwissenschaftlichen Werk, das im Herbst 2026 als Buch erscheinen soll.

Galt Gesellschaft bislang als ein System, das Komplexität über funktionale Systeme reduziert und ordnet, so versteht die Theorie die Digitale Gesellschaft als generatives System, das Komplexität fortlaufend erzeugt. So bilden sich laufend neue Muster und «Attraktoren»: stabile Kommunikationsräume mit je eigener Logik und einer eigenen, emergenten Moral. An die Stelle weniger, gesellschaftsweit geteilter Ordnungen tritt eine Vielzahl dynamischer Räume, die sich verzweigen, neu bilden und wieder auflösen.

Die Theorie denkt die strukturellen Konsequenzen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft durch. Zugleich fragt sie, wie Künstliche Intelligenz den digitalen Raum weiter verändert, wenn sie selbst zum Akteur in diesem generativen System wird.